Vizeweltmeistertitel geht zum Hundesportverein Schwenningen

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Traditionell fand am letzten Oktoberwochenende die Weltmeisterschaft der Riesenschnauzer im schweizerischen Langenthal statt. Am Start waren 54 Teilnehmer aus 11 Nationen. Am weitesten reisten die Teilnehmer der nordischen Länder sowie aus Russland, Großbritanien und Ungarn an. Das Team aus Deutschland bestand dieses Jahr aus 8 Startern. Unter ihnen unser Vereinsmitglied Petra Reichmann. Mit ihrem Hataro vom Lindelbrunn war es die vierte Teilnahme an einer ISPU, wie die Weltmeisterschaft bezeichnet wird. Auf Grund des großen Starterfeldes begann die WM bereits am Donnerstag mit dem Training der Nationen, dem Einmarsch und der Auslosung. Die Wettkämpfe fanden von Freitag bis Sonntag auf dem Sportplatz statt. Die Veranstaltung war vom schweizerischen Riesenschnauzerklub bestens organisiert. Selbst mit dem Wettergott hatten sie eine gute Vereinbarung getroffen, so dass meist die Sonne schien. Für Petra begann die Veranstaltung bereits am Freitagmittag mit den Abteilungen Unterordnung und Schutzdienst. Ihr siebenjähriger Rüde war bestens vorbereitet und absolvierte eine fast perfekte Unterordnung, nur minimale Kleinigkeiten wurden von Leistungsrichter Werner Haag aus der Schweiz bemängelt. So vergab er vorzügliche 97 Punkte. Am Ende sollte es die zweitbeste Unterordnung der Veranstaltung werden. Auch im Schutzdienst glänzte Hataro mit seiner Wucht, Schnelligkeit und hohem Ausbildungsstand. Beim deutschen Richter Alfred Hupfauer sowie den beiden Schutzdiensthelfern aus der Schweiz hinterließ er Eindruck und erhielt 98 Punkte. Die höchste Bewertung der Veranstaltung. Die gleiche Punktzahl konnte ebenso ein Team aus Schweden erzielen. Dieses erhielt auch den Pokal für den besten Schutzdienst, da dieser bei Punktgleichheit an den jüngeren Hund geht.

Am Samstag ging es für die beiden in die Fährte, diese sollte entscheiden, ob es erneut für den Weltmeistertitel reichen würde. Die Fährten wurden in dieser Fährtengruppe in angesäaten Wiesen gesucht. Die Fährte wurde von Hataro sehr konzentriert und spurgenau bis auf einen Winkel, welche nicht ganz korrekt ausgearbeitet wurde, verfolgt. Leider verwies der Rüde den zweiten von drei Gegenständen nur mit Frauchen´s Hilfe, so dass sieben Punkte verloren gingen. Die Leistungsrichterin, Christine Hinteregger, aus Österreich vergab 91 Punkte. Im Gesamten eine vorzügliche Gesamtpunktzahl von 286 Punkten. Der Wettkampf sollte bis zum Schluss spannend bleiben. So hatten doch die Plätze zwei bis vier diesselbe Gesamtpunktzahl. In diesen Fällen entscheidet die höhere Punktzahl im Schutzdienst, dann die aus der Unterordnung. Und somit stand fest: die Vizeweltmeister 2016 heißen Petra Reichmann und Hataro vom Lindelbrunn. Weiterhin wurde das Team (die besten drei jeder Nation zählen für die Wertung) aus Deutschland mit den Plätzen 1, 2 und 6 der Einzelwertungen erneut Mannschaftsweltmeister!